Geschichten

Maria Stuart

 

Der 8.2.1587 war der Tag, an dem die erst 44jährige ehemalige Königin Schottlands nach 18 Jahren Gefangenschaft auf Befehl der englischen Regentin Elisabeth I. sterben sollte. Als Todesart wurde die Exekution durch das Beil bestimmt.

 

Am besagten Tag wurde Maria Stuart auf das Schafott geführt, wobei sie eine bemerkenswerte Ruhe zeigte. Sie trug dabei ein purpurnes Unterkleid, die Farbe des Märtyrertums. Auf dem Schafott bat der Henker die ehemalige Herrscherin nach alter Sitte um Verzeihung, die Stuart gewährte sie ihm. Danach wurden ihr die Augen verbunden und die Verurteilte beugte sich über den Holzklotz. Nach einem kurzen Gebet gab sie dem Henker ein Zeichen, daß sie bereit sei.

 

Der Henker schlug zu, traf aber nur den Hinterkopf. Dieser Schlag reichte nicht aus, um die Delinquentin zu töten. Der Henker schlug erneut zu. Dieser Schlag traf zwar den Hals, trennte ihn aber nicht von dem Rumpf. Erst durch das Zerschneiden der letzten Muskelstränge fiel der Kopf der Königin zu Boden.

Mit den Worten "Es lebe die Königin" hob der Henker den Kopf der Enthaupteten an den Haaren empor, um ihn der Menge zu präsentieren. Doch dieser polterte mit Getöse zu Boden: Maria Stuart trug eine Perücke...